
Wie können Unternehmen vorhandene Fachkräftepotenziale besser nutzen, Beschäftigte gezielt weiterentwickeln und sich auf die Anforderungen einer sich wandelnden Arbeitswelt vorbereiten? Mit diesen Fragen beschäftigte sich die jüngste Veranstaltung des Fachkräftezentrums Kreis Ahrweiler bei den INTEC-Betrieben in Bad Neuenahr-Ahrweiler.
Gemeinsam mit der Industrie- und Handelskammer (IHK) Koblenz, der Handwerkskammer (HWK) Koblenz sowie der Agentur für Arbeit Koblenz-Mayen informierte das Fachkräftezentrum Unternehmen aus der Region über aktuelle Qualifizierungswege, Unterstützungsangebote und Fördermöglichkeiten.
„Fachkräftesicherung bedeutet heute vor allem, vorhandene Potenziale im Unternehmen zu erkennen und gezielt weiterzuentwickeln. Genau dazu möchten wir Unternehmen konkrete Wege und Unterstützungsangebote aufzeigen“, erklärt David Bongart zu Beginn, Geschäftsführer der Zukunftsregion Ahr e.V.
Teilqualifizierungen eröffnen neue Chancen
Die IHK Koblenz stellte Teilqualifizierungen als flexiblen Weg zur beruflichen Weiterentwicklung vor. Dabei werden anerkannte Ausbildungsberufe in einzelne, standardisierte Qualifizierungsbausteine unterteilt, die schrittweise absolviert werden und damit Absolventen zu Fachkräften weiterentwickeln. Die Teilnehmenden der Veranstaltung erhielten Einblicke in die Einsatzmöglichkeiten, den Ablauf sowie die Chancen dieses Instruments für Unternehmen und Beschäftigte.
Vor dem Hintergrund zunehmender Veränderungen in der Arbeitswelt gewinnen modulare Qualifizierungsangebote an Bedeutung. Sie eröffnen insbesondere Quereinsteigerinnen und Quereinsteigern sowie beruflich Neuorientierten die Möglichkeit, neue Kompetenzen zu erwerben und langfristig einen anerkannten Berufsabschluss anzustreben.
Kompetenzen sichtbar machen und Transformation aktiv gestalten
Die Handwerkskammer Koblenz informierte über das Validierungsverfahren zur Anerkennung beruflicher Kompetenzen. Das Verfahren ermöglicht es, beruflich erworbene Fähigkeiten unabhängig von einem formalen Berufsabschluss sichtbar zu machen und offiziell feststellen zu lassen.
Darüber hinaus stellte die HWK ihre Angebote zur Begleitung von Transformationsprozessen vor. Unternehmen und Beschäftigte können dabei auf individuelle Beratungs- und Coachingangebote zurückgreifen, um passende Weiterbildungsmaßnahmen zu identifizieren und notwendige Förderanträge effizient umzusetzen. Ziel ist es, Menschen bei ihrer beruflichen Entwicklung zu unterstützen und Unternehmen bei den Herausforderungen des wirtschaftlichen Wandels zu begleiten.
Fördermöglichkeiten für die betriebliche Weiterbildung
Welche Unterstützung Unternehmen bei der Qualifizierung ihrer Mitarbeitenden erhalten können, erläuterte die Agentur für Arbeit Koblenz-Mayen. Im Mittelpunkt stand die Frage, wie Beschäftigte gezielt auf zukünftige Anforderungen vorbereitet werden können und welche Förderinstrumente hierfür zur Verfügung stehen.
Die Teilnehmenden erhielten einen Überblick über Beratungsangebote sowie finanzielle Unterstützungsleistungen, die Unternehmen bei der Umsetzung von Weiterbildungsmaßnahmen in Anspruch nehmen können.
Neben den Fachvorträgen nutzten die anwesenden Unternehmen die Gelegenheit zum persönlichen Austausch mit den Expertinnen und Experten der beteiligten Institutionen. Die Veranstaltung machte deutlich, dass Qualifizierung, lebenslanges Lernen und die gezielte Entwicklung von Fachkräften zu zentralen Erfolgsfaktoren für Unternehmen werden.


